Skandinavien gehört zu unseren liebsten Reisezielen. Insbesondere Norwegen hat es uns angetan, weshalb wir schon einige Male nach Norwegen gereist und verschiedene Touren durch das Land unternommen haben.

Gerne möchten wir euch mit in dieses faszinierende Land nehmen und euch die schönsten Übernachtungsplätze und Ausflugsziele vorstellen, die wir angefahren haben.



Was uns an Norwegen besonders gefällt, sind die Naturschauplätze und der Facettenreichtum dieses Landes. Im Süden die Schäreninseln, im Südwesten die langen weissen Sandstrände, im Osten die kilometerlangen Fjorde und im Landesinneren die Hochplatons und die teilweise sehr wenig besiedelten und deshalb naturbelassenen Täler.


Wir sind sowohl im Juni 2015 als auch im Juli 2018 durch Fjordnorwegen gereist und haben euch mit diesen Erfahrungen die folgende Reise zusammengestellt.



Wir haben die Fährüberfahrt über die Nordsee von Hirtshals, Dänemark, nach Kristiansand gewählt, um die Norwegentour ganz im Süden zu starten.


Mandal


Unser erster Halt mit Übernachtung ist Mandal, eine malerische Kleinstadt im südlichsten Norwegen. Wenn man vom Fährhafen in Kristiansand auf der Küstenstrasse Richtung Südwesten fährt, erreicht man Mandal in ca. 45 Minuten.

Das Stadtzentrum besticht mit seinen weissen Holzhäusern, die typisch sind für diese Region. Die autofreie Ladengasse und auch der Hafen von Mandal mit seiner grossen Fussgängerbrücke zum Kulturhaus auf der anderen Seite des Flusses Marna, der hier ins Meer mündet, verbreiten Ferienstimmung.

In Mandal befindet sich auch ein Campingplatz direkt beim langen Badestrand Sjøsanden. In nächster Umgebung gibt es fast unzählige kleine Inseln im Meer und überall Sandstrände, die bei windstillem Wetter zum Baden und Sonnenbaden einladen.


Als Ausflugsziel in der Nähe von Mandal ist ein Besuch auf der Halbinsel Lindesnes zu empfehlen. Sie bildet den südlichsten Festlandspunkt Norwegens. Hier steht Norwegens ältester Leuchtturm, Lindesnes Fyr.

In dieser Gegend ist auch das bekannte und erste Unterwasserrestaurant Under.

Borestrand


Eine abwechslungsreiche Weiterfahrt steht bevor: Über die Strasse 444 entlang der Küste gelangen wir zu unserem nächsten Stopp, dem Borestrand, einem der schönsten Strände Norwegens. Der Strand ist beliebt bei Wandern und Surfern, zudem ist hier auch Kitesurfen erlaubt.

Hinter den Dünen des Borestrands befindet sich ein kleiner und sehr einfacher Campingplatz. Übernachtet haben wir dort allerdings nicht. Wir haben einige Zeit am Strand verbracht, uns danach aber entschieden, den Abend und die Nacht an einem kleinen See im Hinterland zu verbringen.

In der Nähe Oltedals, am Oltedalsvatnet, haben wir einen sehr schönen Übernachtungsplatz gefunden. Hier gibt es zahlreiche verschieden Möglichkeiten, direkt am See zu stehen. Die Sicht über den See ist grossartig und das klare Wasser ist einladend für einige erfrischende, aber wohltuende Schwimmzüge im See.


Am nächsten Morgent ist von hier aus die Weiterfahrt zum Fährhafen in Lauvvik, mit 15 Minuten Autofahrt, nicht mehr weit. Nach der Überquerung des Høgsfjorden führt von Oanes dann eine Strasse zum Ausgangspunkt der vermutlich bekanntesten Wanderung in Norwegen; zum Preikestolen.

Preikestolen


Die Wanderung zum Predigerstuhl und zurück dauert ca. 4 Stunden und geht über 8 Kilometer und 500 Höhenmeter bis zum Felsvorsprung hoch über dem Lysefjord.

Die Strecke ist nicht zu anstrengend und bei trockenem Wetter relativ einfach zu bewerkstelligen. Gutes Schuhwerk und eine warme Jacke sollten aber unbedingt auch im Sommer mitgenommen werden. Teilweise ist die Strecke ziemlich rutschig und beim letzten Teil der Wanderung, kurz vor der Felskanzel, kann es auch sehr windig und kalt werden.

Weil wir die Parkgebühren von 250 NOK beim Parkplatz am Startpunkt der Wanderung sparen wollten, haben wir uns bereits vor der Wanderung beim nahegelegenen Preikestolen Camping für die Übernachtung installiert. Geplant war, mit dem öffentlichen Bus vom Campingplatz zum Preikestolen Parkplatz zu fahren. Da wir den Bus aber leider knapp verpasst haben, mussten wir die 4 Kilometer bis zum offiziellen Start der Wanderung zu Fuss zurücklegen. Dadurch verlängerte sich unsere Wander-Tour natürlich entsprechend. Die Strecke führt hauptsächlich eine Strasse entlang und ist nicht wirklich empfehlenswert. Wir würden das auf jeden Fall nicht noch einmal so machen. Es lohnt sich also, den Busfahrplan rechtzeitig zu studieren.



Stavanger


Am nächsten Morgen konnten wir die Aufbruchstimmung auf dem Campingplatz beobachten: Die meisten Camper packen hier schon frühmorgens ihr Nachtlager zusammen, um in neue Abenteuer aufzubrechen. Auch wir liessen uns anstecken und verliessen den Platz schon weit vor dem Mittag, um den Tag in Stavanger zu verbringen.

Stavanger ist die viertgrösste Stadt Norwegens und liegt in der Provinz Rogaland. Das Zentrum liegt östlich des Hafens und lädt zum Shoppen und Verweilen ein. Nicht verpassen sollte man die Øvre Holmegate, die "bunte Strasse", in der sämtliche Häuser bemalt sind und in der es zahlreiche Cafés und kleine Läden gibt.

Einen Besuch wert ist auch das "alte" Stadatzentrum von Stavanger, Gamle Stavanger, mit seinen weissen Holzhäusern aus dem 18 Jahrhundert, das sich westlich des Hafens befindet.


Kjeragbolten


Trotz der zahlreichen schönen Eindrücke des norwegischen Stadtlebens, zog es uns nach unserem Abstecher nach Stavanger wieder zurück in die Natur, und zwar ganz nach hinten, an das Ende des Lysefjords. Hier befindet sich auch eine der bekanntesten und spektakulärsten Wanderrouten Südnorwegens; die Wanderung zum Kjeragbolten sicherlich ein Highlight jeder Norwegen-Reise. Für die Wanderung zum Kjerabolten müssen ca. 6 Stunden eingerechnet werden. Die Strecke ist mit 11 Kilometern Länge und gut 800 Metern Höhenunterschied etwas anspruchsvoller. Der Weg ist zwar gut ausgeschildert, teilweise aber sehr steil, führt über blanke Felsen und ist stellenweise nur mithilfe der am Felsen befestigten Stahlseile zu bezwingen. Höhepunkt und Ziel der Wanderung ist der Kjeragbolten, ein Monolith aus der Eiszeit, der zwischen zwei Felswänden eingeklemmt ist und sich knapp 1'000 Meter über dem Fjord befindet. Ihr könnt es auf dem Bild zwar nicht sehen, aber meine Knie haben schon etwas gezittert, als ich auf dem Kjeragbolten gestanden bin.



Übernachtet haben wir irgendwo im Fjell zwischen Lysebotn und Sirdal in der Nähe eines kleinen Sees, dem Stora Bjødnsivatnet. Es gibt in dieser Gegend zahlreiche Parkbuchten, die sich wunderbar für eine Übernachtung vor oder nach der Wanderung zum Kjeragbolten eignen. Hier war (ausser zahlreichen Schafen) weit und breit niemand anzutreffen.

Setesdal


Im nördlichen Teil des Setesdal staut sich der Fluss Otra immer wieder zu natürlichen kleinen Seen mit nur leichter Strömung. Hier lässt es sich wunderbar entspannen und den Tag mit Lesen, Schwimmen oder Paddeln verbringen. Hervorragend dafür geeignet ist der Stellplatz Sanden Såre Bobilpark, auf welchem wir mitten in der Natur und direkt am Fluss zwei Tage und Nächte verbracht haben.



Hardangerfjord


Der Hardangerfjord ist bekannt für seine Outdoor-Abenteuer und Top-Sehenswürdigkeiten wie die Trolltunga, den Vøringsfossen oder die vier fantastischen Wasserfälle im Husedalen. Die Wanderung zu den vier Wasserfällen gilt als eine der schönsten Wanderungen Norwegens, weshalb wir sie uns nicht entgehen lassen wollten. Die Strecke führt entlang des Flusses Kinso bis hoch in die Hardangervidda. Wir haben für den gesamten Weg (hin und zurück) ca. 5 Stunden benötigt. Die Stecke bis zur Trolltunga hätte uns zwar auch sehr gereizt, war uns mit einer Dauer von 10 bis 12 Stunden dann aber doch etwas zu lange. Vielleicht nehmen wir die Wanderung dann bei unserem nächsten Besuch in Norwegen in Angriff.




Die Region Hardangerfjord ist neben ihrer wilden und atemberaubenden Natur zudem bekannt für ihre Tausenden von Apfelbäumen. Der Cider von hier soll weltbekannt und einer der besten sein. Probiert haben wir ihn leider nicht, dafür haben wir mitten in den Apfelplantagen in Ringøy, auf einem kleinen und sehr einfachen Campingplatz direkt am Wasser, eine Nacht verbracht.


Entspannt und gut ausgeruht ging es dann am nächsten Tag weiter zum Vøringsfossen. Der Wasserfall mit einer Höhe von 182 Metern ist eine beliebte Sehenswürdigkeit Norwegens. Es lohnt sich definitiv, hier einen kurzen Stopp einzulegen. Denn von den eigens dafür installierten Aussichtsplattformen beim Fossli Hotel lässt sich hervorragend beobachten, wie die riesigen Wassermassen des Vøringsfossen hinunter ins Måbødal stürzen.


Wie geht's weiter Stadt oder Land?


Magst du lieber Stadt oder Land? Wir finden: Beides hat seinen Reiz.

Nach dem Hardangerfjord steht man vor der Wahl: Entweder man nimmt die Strecke Richtung Westen nach Bergen oder den Weg entlang der Hardangervidda. Da wir zwei Mal durchs Fjordland gereist sind, haben wir uns einmal für einen Abstecher nach Bergen und das andere Mal für die Strecke entlang der Hardangervidda entschieden.


Bergen


Bergen hat einiges zu bieten und ist als zweitgrösste Stadt unbedingt einen Besuch wert. Im Hafenviertel Bryggen stehen direkt an der alten Landungsbrücke diese bunten Holzhäuser, die den Hansen-Kaufleuten früher als Wohnhäuser dienten. Nicht weit davon entfernt befindet sich die Station der Fløibane. Die Standseilbahn führt auf den 320 Meter hohen Fløyen, einer der sieben Hausbergen von Bergen. Die Fjordhauptstadt lässt sich von hier oben wunderbar überblicken.

Wir haben bei unserem Besuch in Bergen ausserhalb der Stadt auf dem Camping Lone übernachtet. Die Stellplätze liegen am Haukelandsvannet und bieten einen schönen Blick über das Wasser in die Hügellandschaft hinein.


Hardangervidda Aurlandsdalen


Entscheidet man sich gegen die Fahrt nach Bergen, gibt es auch die Möglichkeit weiter Richtung Osten zu fahren, entlang der Hardangervidda, der grössten Hochebene Europas. Mit etwas Glück sind hier oben wilde Rentiere und zahlreiche andere Tiere zu sehen.


Im nächsten Tal auf der anderen Seite der Hardangervidda, in der Nähe des Bergdorfes Sudndalen, haben wir einen schönen Übernachtungsplatz mitten in der Natur und direkt am Fluss Storåne gefunden (nahe der Bushaltestelle Grytebrua).


Das Tal bietet zahlreiche Möglichkeiten, die faszinierende Natur entdecken zu können. Auch wir haben uns für eine kurze Wanderung in das Fjell entschieden und sind am Ende des Tals kurz vor dem Geiteryggentunnel hoch zum Geiteryggvatnet gelaufen. Oben angekommen belohnt ein schöner Blick über den Gebirgskamm. Die verschiedenen Felsbrocken, die hier überall herumstehen, eignen sich hervorragend als Picknickplatz. Es gibt auch ein kleines Gastronomieangebot in der kleinen Berghütte am See. Für diese kurze Wanderung müssen ca. 2 Stunden eingerechnet werden.


Nach der Wanderung geht die Fahrt weiter durch den Geiteryggentunnel. Am anderen Ende des Tunnels öffnet sich dann der Blick ins das wilde Aurlandsdalen, das wegen seiner reichen Flora und Fauna vor allem bei Wandern beliebt ist. Wir haben uns allerdings gegen einen Aufenthalt entschieden und sind direkt via Lærdalstunnel, dem längsten Strassentunnel der Welt (24.5 Kilometer), zum Sognefjord weitergefahren.

Sognefjord


Wählt man statt der Route über die Hardangervidda einen Abstecher nach Bergen führt die Route zum Sognefjord zunächst nach Voss und dann weiter auf der Landstrasse 13 von Vinge über das Vikafjell in die Region des Sognefjord. Der Weg führt über einige Serpentinenkurven entlang des Wasserfalls Sendefossen: Eine wirklich schöne Strecke, um den um den Sognefjord zu erreichen.


Auf der nördlichen Seite des Fjells steht in Vik eine sehr gut erhalte Stabkirche aus dem Jahr 1140. Die Stabkirche Hopperstad gehört zu den ältesten noch existierenden Stabkirchen in Norwegen. Es lohnt sich, hier einen kurzen Zwischenhalt einzulegen, um sich die Kirche und ihre Architektur genauer anzusehen.


Nur wenige Minuten nach diesem Halt sind wir am Sognefjord angelangt. Der Sognefjord ist mit 204 Kilometern der längste und mit einer Tiefe von über 1'300 Metern gleichzeitig der tiefste Fjord Europas. Wir haben am Sognefjord auf dem Kjørnes Camping übernachtet. Der Platz liegt direkt am Wasser und bietet eine perfekte Sicht über den Sognefjord.


Briksdalsbreen


Der Gletscher Briksdalsbreen ist ein Seitenarm des grössten europäischen Festlandgletschers Jostedalsbreen. Sein Eis ist bis zu 400 Meter dick und sein höchster Punkt liegt etwa 1'900 Meter über dem Meer. Zum Gletscher gelangt man über einen ca. 3 Kilometer langen, gut beschilderten Wanderweg. Startpunkt ist der Parkplatz Briksdal. Die Tour ist relativ leicht und auch für Familien gut geeignet. Hin und zurück dauert die Wanderung knapp zwei Stunden.


Nur wenige Kilometer unterhalb des Gletschers, am See Oldevatnet, befindet sich ein kleiner Campinplatz. Die meisten Stellplätze sind direkt am Wasser und bieten einen guten Ausblick über den See ins Oldental hinein bis zum Gletscher.



Von hier aus ging unser Roadtrip weiter zur Aussichtsplattform Dalsnibba auf 1'500 Metern Höhe über Meer. Gemäss Beschreibung im Reiseführer muss die Aussicht in die umliegenden Berggipfel und hinunter in dem zum UNESCO-Weltnaturerbe gehörigen Fjord, der Geirangerfjord, umwerfend sein. Bei unserem Besuch hier oben waren die Wolken aber leider sehr dicht und die Weitsicht war dadurch ziemlich beschränkt. Aus diesem Grund gönnten wir uns nach dem Abstecher auf die Aussichtsplattform eine etwas überteuerte Fährfahrt durch den Fjord, um die zahlreichen, bis zu 250 Meter hohen Wasserfälle und die hochaufsteigenden Gipfel von unten zu betrachten.

Ålesund


Nach der eindrucksvollen Fährfahrt durch den Geirangerfjord, besuchten wir die vom Jugendstil geprägte Stadt Ålesund, die nach einem Grossbrand im Jahr 1904 nahezu komplett neu erstellt wurde. Vom Berg Aksla aus, den man zu Fuss über eine Treppe mit 418 Stufen, direkt aus dem Zentrum gut erreicht, bietet sich ein hervorragender Panoramablick über die Stadt und über die zahlreichen Inseln ins offene Meer hinaus.


Für eine Übernachtung stellt die Stadt Ålesund einen einfachen Stellplatz auf einer Asphaltfläche zur Verfügung. Wer einen Parkplatz direkt am Wasser erwischt, wird zudem mit bester sich über das Meer belohnt. Vielleicht ist es nicht der richtige Ort, um den Grill aufzubauen, das ist hier aber auch nicht nötig. Nur wenige Gehminuten vom Stellplatz entfernt befinden sich einige Restaurants.


Atlantic Road


Von Ålesund geht unsere Reise weiter nach Molde und von dort aus auf der Strasse 64, der Atlantic Road, entlang des Atlantiks Richtung Norden nach Kristiansund. Die Strecke führt durch schönste Küstenabschnitte, über zahlreiche Brücken und einige Inseln, bis sie wieder Festland erreicht: Eine spektakuläre Routenführung mit schönster Aussicht, die sich auf jeden Fall lohnt.

Kristiansund bildete den nördlichsten Punkt auf unserer Reise durch das Fjordland. Für die Rückreise haben wir uns für eine Route durch das Landesinnere entschieden. Hier lohnt es sich, eine Übernachtung beim Rondane Nationalpark und eine in der Hauptstadt Oslo einplanen.


Wir hoffen, dir hat unser Reisebericht über Norwegens Fjordland gefallen.

Demnächst werden wir auch unsere weiteren Skandinavien-Touren hier hochladen:


Nord-Norwegen (Trondheim zum Nordkap)

Lappland und Wildmarksvägen (Nordschweden bis Oslo)

Südschweden (Oslo bis Kopenhagen)






Sardinien hat uns auf sehr viele Arten überrascht. Es waren aber insbesondere die weiten und teilweise fast unberührten Landschaften, die uns auf unserer Reise tief beeindruckt haben. Wir sind im September 2020 während zwei Wochen einmal rund um die Insel gefahren. In der Nebensaison ist ein freies Übernachten in fast allen Gegenden von Sardinien problemlos möglich. Das kam uns auf dieser Reise in Zeiten der Coronakrise natürlich sehr entgegen. Denn Ansammlungen von Menschen wollten wir soweit als möglich vermeiden. Bis auf die Fährüberfahrt ist uns das auch ganz gut geglückt.


Spiaggia di Rena Majori

Reiseübersicht


Unsere Reise startete frühmorgens am Fährhafen von Golfo Aranci. Zunächst sind wir entlang der Costa Smeralda, mit einem kurzen Stopp in Palau, nach Santa Teresa gefahren. Mit einem "coffee to go" aus der Altstadt von Santa Teresa führte uns die Strasse schliesslich der Küste entlang Richtung Westen.

Sardinien

Schon nach wenigen Kilometern entdeckten wir den weissen Strand von Rena Majori. Gleichzeitig mit uns ist auch die Dorfpolizei eingetroffen. So haben wir erfahren, dass das Übernachten im Camper hier geduldet wird. Wir sind deshalb gleich den ganzen Tag und eine Nacht hier geblieben.


A: 1. Spot Spiaggia di Rena Majori

B: 2. Spot Spiaggia di Maragnani

C: 3. Spot Argentiera

D: 4. Spot Torre Argentina

E: 5. Spot Costa Verde

F: 6. Spot Capo Ferrato

G: 7. Spot Gala Conone

H: 8. Spot S'Ena e Sa Chitta

I: 9. Spot San Teodoro


Spiaggia di Rena Majori


Eigentlich wollten wir am Strand von Rena Majori nur etwas essen und kurz ins Wasser springen. Da es uns hier aber vom ersten Augenblick an sehr gut gefallen hat und wir nach einem kurzen Gespräch mit der Polizei und anderen Camperreisenden erfahren haben, dass eine Übernachtung auf dem Parkplatz erlaubt ist, haben wir uns spontan entschieden hierzubleiben. Die einzige Voraussetzung war das Einhalten gewisser Regeln: Das bedeutet, dass tagsüber kein Campingverhalten ersichtlich sein durfte. Markise und Stühle mussten also drinbleiben. Das hat uns aber überhaupt nicht gestört. So sind wir geblieben und haben die Zeit im warmen Meerwasser und am Strand mit Baden und Lesen verbracht. Eigentlich der perfekte Einstieg in die Ferien. Fast wie geplant.


Spiaggia di Maragnani


Am nächsten Morgen sind wir nach einem gemütlichen Start in den Tag kurz vor Mittag aufgebrochen, um weiter entlang der Küste die Landschaften zu erkunden.

Für unsere nächste Übernachtung sind wir Valledoria angefahren. Am Strand von Maragnani haben wir einen offiziellen Stellplatz gefunden, an dem wir unseren Frischwassertank füllen und unser Schmutzwasser entsorgen konnten.

Nach dem Freistehen in der Nacht zuvor mussten wir uns allerdings erstmal wieder an die parzellierten Plätze gewöhnen. Die Aussicht über das Meer und die Möglichkeit, bei 30 Grad Sonnenwetter die Markise auszufahren, haben uns die parzellierten Plätze aber ziemlich schnell vergessen lassen.



Durch die spontane Entscheidung Sardinien anzufahren, nutzten wir diesen Halt auch, um unsere Reise in groben Zügen zu planen. Obwohl Sardinien schon länger auf unser Bucket List stand, haben wir in diesem Jahr eigentlich nicht damit gerechnet, die Insel besuchen zu können. Da kurz vor unserem Reisestart die Coronafälle auf Sardinien sanken und auch kein negativer Corona-Test mehr notwendig war, haben wir uns kurzfristig entschlossen, trotzdem nach Sardinien zu reisen.

Argentiera


An der Küste bei Argentiera hat es uns besonders gut gefallen. Die besten Argumente für diesen Küstenabschnitt sind die weitläufigen Landschaften sowie die fehlende Zivilisation. Von hier führen auch diverse Wanderwege durch hügeliges Gebiet entlang der Küste an einsame Strände. Hier ist nichts und niemand, ausser vielleicht einigen wenigen Camper, die ebenfalls wie wir, die schönsten Stellplätze finden.

Die Zeit hier haben wir sehr genossen. Auf unserer Weiterreise haben wir oft davon gesprochen, noch einmal hierhin zurückzukommen. Schlussendlich hat die Zeit dafür dann aber bis zur Rückfahrt der gebuchten Fähre nicht ausgereicht. Zudem haben uns auch andere Küstenabschnitte gut gefallen, sodass es am Schluss dann gar nicht so schlimm war, dass wir nicht hierher zurückkehren konnten.


Torre Argentina


Unsere heutige Fahrt führte uns von Argentiera Richtung Süden, entlang der Küste vorbei an Alghero bis kurz vor die Stadt Bosa. In unserem Reiseführer haben wir gelesen, dass Alghero die schönste Stadt auf Sardinien sei. Aus diesem Grund haben wir hier auch kurz angehalten. Die Altstadt Algheros gehört auf jeden Fall zu den schöneren städtischen Orten, die wir auf Sardinien gesehen haben. Gegen die wunderschönen Landschaften auf Sardinien kommt aber auch Alghero nicht an. Sardinien besticht insbesondere durch seine Natur. Die Dörfer und Städte belegen hier klar die hinteren Plätze. Das war zumindest unser Eindruck. Wir müssen an dieser Stelle aber auch zugeben, dass wir nur sehr wenig Zeit in besiedelten Gebieten verbracht haben.

Wenige Kilometer vor Bosa, beim Torre Argentina, haben wir ein wunderbares Stück Land entdeckt. Es befindet sich im Privatbesitz. Das Befahren kostet fünf Euro, wenn man über Nacht bleiben will zehn. Einen Camper-Service gibt es nicht.



Auf unserer Reiseroute passierten wir südlich von Bosa einige alte Dörfer, eingebettet zwischen Wäldern, Hügeln und Flüssen. Leider haben wir in dieser Gegend nicht viel Zeit verbracht. Diese Landschaften und Küsten möchten wir bei einem nächsten Besuch auf Sardinien aber sicher noch genauer erkunden. Reist man von diesem Gebiet noch weiter Richtung Süden, kommt man bald an Oristano vorbei. In den Sumpfgebieten nahe der Stadt, konnten wir unzählige Flamingos beobachten.

Hier lohnt sich auch ein kurzer Zwischenhalt auf der Halbinsel Sinis.

Costa Verde


Wir sind über eine kurvenreiche Strasse durch eine wunderschöne Bergwelt an die Costa Verde gelangt. Die Fahrt durch diese Bergkette ist sehr empfehlenswert. Wer Zeit hat, kann hier auch gut einen Stopp für eine kurze Wanderung einlegen. Als wir unterwegs waren, sind allerdings sehr starke Winde über die Insel gezogen, was uns nicht wirklich zu einem Halt oder einem Spaziergang eingeladen hat. Aber auch von der Strasse, aus dem Autofenster hinaus, ist die Sicht auf das fantastische Naturpanorama atemberaubend.

Die Costa Verde ist wunderschön und besticht mit ihren hohen Dünen, langen Sandstränden und natürlich der üppigen, grünen Vegetation. Übernachtungsmöglichkeiten für Camper gibt es hier einige. Wir haben unseren heutigen Schlafplatz am Ende eines Weges zwischen den Dünen und Büschen in der Talsohle vom Rio Piscinas gefunden: Ein ruhiger und vor allem windstiller Ort.

Von der Costa Verde führt eine teilweise unbefestigte Strasse entlang der Küste. Diese kann je nach Wetter aber etwas abenteuerlich sein, da der Weg an zwei Stellen durch einen Fluss führt, der bei Regenwetter ziemlich ansteigen kann.



Capo Ferrato


Von der Costa Verde aus sind wir quer über die Insel an einen der südlichsten Punkte der Ostküste von Sardinien gefahren: nach Capo Ferrato.

Die Südküste haben wir dadurch komplett ausgelassen. Wir haben uns dazu entschieden, weil wir von verschiedenen Personen gehört haben, dass es im Süden schwierig sei, geeignete Plätze zum Übernachten zu finden. Der Entschluss kam aber vor allem daher, weil schon die Hälfte unserer Reisezeit vorüber war und wir für die Ostküste noch genügend Zeit haben wollten. Sollten wir durch das Auslassen der Südküste aber eine falsche Entscheidung getroffen haben, könnt ihr uns das gerne in den Kommentaren mitteilen. Natürlich sind auch Tipps herzlich willkommen.

Unterwegs zum Capo Ferrato haben wir an einigen Aussichtspunkten und Dörfern in der Bergwelt des südlichen Sardiniens Halt gemacht und sind so nach ca. zwei bis drei Stunden Fahrt an der Costa Rei angekommen. Am nördlichsten Punkt des über zehn Kilometer langen Sandstrands befindet sich das Capo Ferrato. Die felsige Hügellandschaft ragt hier weit ins Meer hinaus. Verschiedene Wanderwege und unbefestigte Strassen führen zu kleinen Sandstränden wie z.B. dem Spiaggia Cala Sa Figuo oder zu kleinen Sehenswürdigkeiten wie dem alten Turm Torre Capo Ferrato o Montiferru mit seiner grossartigen Aussicht oder dem Leuchtturm von Capo Ferrato, der sich ganz östlich auf der Landspitze befindet.

Wir haben in einer Sackgasse, an einer kleinen Einbuchtung am Weg einen Übernachtungsplatz direkt am Meer gefunden. Der Blick aus dem Bus über das Wasser war einfach traumhaft. Vom Rauschen der Wellen und den ersten Sonnenstrahlen geweckt zu werden – so muss sich Ferien anfühlen.



Auf der Weiterfahrt Richtung Norden entlang der Küste sind wir an zahlreichen schönen Stränden vorbeigekommen. Aufgrund der knappen Zeit, die uns noch auf der Insel blieb, entschieden wir uns aber, hier keinen zusätzlichen Stopp für eine Übernachtung einzulegen, sondern Höhe zu gewinnen, um im nördlicheren Sardinien nochmals einige Tage verbringen zu können.

Cala Gonone


Erneut haben starke Winde unsere Reisepläne durchkreuzt. Eigentlich hatten wir geplant, auf dem Passo Genna Silana zu übernachten und am nächsten Morgen direkt von dort in die Schlucht von Gorropu abzusteigen. Die sturmartigen Böen auf dem Pass haben uns allerdings dazu bewogen nach Cala Gonone weiterzufahren, um dort im Windschatten der Berge und einiger Bäume auf einem offiziellen Stellplatz zu übernachten. Dies ermöglichte uns dann aber auch gleich, unseren Schmutzwassertank und die Chemietoilette zu entleeren, sodass wir uns bis zum Ende der Ferien nicht mehr darum kümmern müssen.


Spiaggia di Cala Fuili

Die Gola di Gorropu wollten wir aber auf keinen Fall verpassen. Deshalb haben wir uns früh am nächsten Morgen auf den Weg zur Schlucht im Supramonte-Gebirge gemacht. Zur Gola di Gorropu führen zwei Wanderwege: Ein anspruchsvollerer, der am Passo Genna Silana startet, und ein etwas leichterer, der bei der Ponte S’Abba Arva beginnt. Wir haben uns – entgegen unseres ersten Plans – für die zweite Variante entschieden und sind den Fluss Riu Flumineddu entlang aufwärts zur Gola di Gorropu gewandert. Nach ca. eineinhalb Stunden haben wir den Eingang der Schlucht erreicht. Der Eintritt kostet fünf Euro und man erhält einige wissenswerte Informationen zur Schlucht, bevor man sie selbstständig erkunden kann. Die Schlucht ist sehenswert. Empfehlenswert sind auch die zahlreichen Badegumpen vor dem Eingang der Schlucht, in denen man sich wunderbar abkühlen kann.


S'Ena e Sa Chitta


Für die letzten Tage auf Sardinien suchten wir nach einem Platz direkt am Meer, der möglichst wenig belebt sein sollte. Diesen haben wir nahe des um diese Jahreszeit fast ausgestorbenen Feriendorfes S'Ena e Sa Chitta gefunden: Ein wunderschöner Fleck inmitten der Natur mit ausgedehnten Pinienwäldern und einem weitläufigen Kieselstrand. In wenigen Gehminuten Richtung Süden, gelangt man von hier zudem zum weissen Strand von Capo Comino mit seinem türkisblauen Wasser, der dem Paradies schon ziemlich nahe kommt.



San Teodoro


Der Strand südlich von San Teodoro bildete der letzte Halt auf unserer Reise. Die Gegend ist in der Hauptsaison ziemlich belebt und selbst im Herbst noch relativ gut besucht. Wir haben hier deutlich mehr Touristen angetroffen als an den anderen Orten der Insel, die wir angefahren haben. Trotzdem lohnt sich ein Aufenthalt in der Gemeinde San Teodoro auf jeden Fall, insbesondere auch wegen der wunderschönen Strände mit dem kristallklaren Wasser.

Sardinien hat uns auf zahlreiche Art und Weise begeistert. Der Abschied fiel uns entsprechend schwer; wir hätten gerne noch viele weitere Tage hier verbracht. Die weiten, wunderschönen und vielfältigen Landschaften und die langen, oft menschenleeren Küsten machen das Reisen auf Sardinien einfach wundervoll.


Wir hoffen, dass es auch weiterhin möglich bleibt, inmitten der Natur, abseits der Zivilisation zu übernachten. Denn diese Art zu reisen ist einfach die schönste. Bitte nehmt deshalb euren Abfall immer mit und verzichtet darauf den halben Hausrat ums Auto zu verteilen. So wird hoffentlich das freie Übernachten in Sardinien auch weiterhin akzeptiert bleiben.


Fotogallerie



Bild 1: Spiaggia di Rena Majori

Bild 2: Spiaggia di Maragnani

Bild 3: Argentiera

Bild 4: Torre Argentina

Bild 5: Oristano

Bild 6: Costa Verde

Bild 7: Capo Ferrato

Bild 8: S'Ena e Sa Chitta

Bild 9: San Teodoro

Korsika gehört zu den schönsten Inseln Europas: Ein Naturparadies, das durch seine vielfältige und kontrastreiche Landschaft besticht. Im Campervan lässt sich die Insel ausgezeichnet in zwei bis drei Wochen erkunden.



Zerklüftetes, wildes Gebirgsland, endlose Badestrände, glasklare Flüsse, abgeschiedene Bergdörfer und verträumte Städtchen: Korsika ist unglaublich vielfältig. An einem Tag kann man gemütlich am Stand liegen und im Meer schwimmen und am nächsten Tag eine Wanderung durch das Gebirge machen oder sich in einer der zahlreichen Gumpen der Bergflüsse erfrischen.

«Île de Beauté» - Insel der Schönheit: Das ist der Name, der Korsika wohl am treffendsten umschreibt.

Wir haben im Juni 2019 drei Wochen auf Korsika verbracht und zahlreiche wunderschöne Orte entdeckt.



In diesem Bericht geben wir dir einen Einblick in unsere Reise und stellen dir die Übernachtungsplätze vor, die wir auf unserer Reise angefahren haben.


Tollare


Den ersten Halt machten wir am nördlichsten Punkt von Korsika: am Cap Corse. Hier befindet sich der Stellplatz Tollare. Wenn man von Bastia aus auf der Küstenstrasse Richtung Norden fährt, erreicht man den Platz in ca. 1 Stunde und 20 Minuten. Der Stellplatz befindet sich an einem Kiesstrand direkt neben einer Strandbar. Vom Stellplatz aus führt ein schmaler Wanderweg zum kleinen, malerischen Fischerdorf Barcaggio. Dort hat es einen grossen Sandstrand und ein paar Bars und Restaurants. Der Fussmarsch zum Dorf dauert ca. 20 Minuten. Tollare liegt etwa in der Mitte des Zöllnerpfades «Sentier des Douaniers», einem 26 Kilometer langen Küstenwanderweg, der von Macinaggio nach Centuri führt. Von Tollare aus können beide Orte in ca. 3.5 Stunden erreicht werden.

Plage d' Albo (Ogliastro)


Dieser Stellplatz befindet direkt beim kleinen Dorf Albo an der Küstenstrasse zwischen dem Cap Corse und St. Florent (kurz vor Nonza). Vom Stellplatz aus ist man in wenigen Schritten beim schwarzen Strand von Albo, an dem man einen perfekten Tag am Meer verbringen kann. Hier hat es auch eine kleine Strandbar, die von sehr netten Leuten geführt wird. Wenige Kilometer südlich von Albo befindet sich Nonza. Das kleine Dorf mit weniger als 100 Einwohnern ist auf einen 175m hohen Felsen gebaut und bietet eine hervorragende Aussicht auf den schwarzenStrand von Nonza. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Saint Florent


Die Hafenstadt St. Florent ist der Hauptort der Region Nebbio und befindet sich an der Nordküste Korsikas. Etwas ausserhalb der Stadt hat es mehrere Campingplätze. Wir haben uns für den Camping Kalliste entschieden, da er näher an der Altstadt liegt als die anderen Plätze.

In St. Florent hat es zahlreiche Restaurants. Uns ist besonders das Le Petit Caporal in Erinnerung geblieben, in dem wir sehr gut gegessen haben. Von St. Florent aus können auch Bootstouren zum Salenccio oder Lotu gebucht werden. Die beiden weissen Sandstrände gehören zu den schönsten Korsikas und sind äusserst beliebt bei Badetouristen. Im Juni sind die Strände allerdings noch nicht allzu überfüllt. Wir sind mit dem Boot an den Plage du Lotu gefahren und von dort aus durch einen Teil der Désert des Agriats zurück nach St. Florent gewandert. Die Wanderung dauert etwa vier bis fünf Stunden und ist absolut empfehlenswert.


Valle du Fango (Manso)


Das Fangotal ist ein Naturparadies und bietet eine ideale Abwechslung zum Strand. Hier

kann man wandern, klettern und schwimmen, im Fangodelta sogar Kanu fahren. Das Besondere am Vallée du Fango sind die zahlreichen Wasserbecken im Fluss, die teilweise mehrere Meter tief und grösser als ein Schwimmbad sind. Das Fangotal eignet sich hervorragend für Wanderungen: Entlang des Flusses führt ein nicht zu steiler Wanderweg, der immer wieder direkt an wunderschönen Badeplätzen vorbeiführt. Es ist auch möglich, Teilabschnitte direkt im Fluss zurückzulegen.

Im Fangotal gibt es einen einfachen Campingplatz direkt neben einer Pizzeria. Wenn man plant, längere Zeit hier zu verbringen, sollte der Kühlschrank allerdings gut gefüllt sein, denn Einkaufsmöglichkeiten gibt es keine in Gehdistanz.


Evisa


In Evisa haben wir auf dem Camping l'Acciola übernachtet. Der Platz ist zwar klein und einfach, bietet aber eine unvergleichliche Aussicht auf die Berge und ins Tal. Vom Campingplatz aus erreicht man nach ca. zwei bis drei Kilometern die berühmten Piscine naturelle d'Aïtone die insbesondere in den heissen Sommermonaten eine angenehme Abkühlung bieten. Evisa ist ein kleines Bergdorf mit einigen wenigen Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Es befindet sich ca. 850 Meter über Meer direkt am Wald von Aïtone. Das Gebiet eignet sich gut für Wanderungen. Wir haben uns während unseres Aufenthaltes für die Wanderroute von Evisa zur Schlucht von Spelunca entschieden. Die Wanderung führt über einen steinigen, steilen Pfad 600 Höhenmeter runter zur historischen Genueserbrücke, wo es einige sehr schöne Bademöglichkeiten gibt. Zurück nach Evisa muss man dann leider denselben Weg nehmen, auf dem man bereits zur Schlucht gewandert ist. Und dieser Weg ist dann – anders als der Abstieg – ziemlich anstrengend. Die Schlucht von Spelunca könnte man allerdings auch über einen einfacheren Weg vom Dorf Ota her erreichen.


La Restonica (Corte)


Corte war während der Unabhängigkeit Korsikas die Hauptstadt der Insel. Der Ort liegt im nördlichen Landesinnern und ist mit seiner historischen Altstadt, der Zitadelle und den zahlreichen kleinen Geschäften mit korsischen Spezialitäten auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir haben etwa sechs bis sieben Kilometer ausserhalb von Corte auf dem Campingplatz Tuani. übernachtet. Der Platz liegt im Restonica-Tal und ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen, Kletterpartien oder Badeausflüge. Auf dem Campingplatz findet man zahlreiche schöne Stellplätze im Wald, einige davon sind direkt am Fluss.


Cala di Cupabia (Serra-di-Ferro)


Die Bucht von Cupabia gehört zu den schönsten Badestränden Korsikas: Feiner weisser Sand, Palmen und glasklares, türkisblaues Meer. Der Strand befindet sich mitten in der Natur, grössere Orte hat es nicht in der Nähe. Für Tagestouristen ist der Ort ein beliebtes Ausflugsziel. Am Abend ist es am Strand hingegen sehr ruhig. Nur wer auf dem Campingplatz direkt hinter dem Strand übernachtet, ist dann noch anzutreffen. Wir waren auf dem Campingplatz Cala di Cupabaia. Zu dieser Zeit ist der Platz nicht überfüllt und es herrscht eine angenehme Atmosphäre. In unmittelbarer Nähe des Platzes befindet sich ein gepflegtes Restaurant und eine Strandbar. Zudem können Kanus und Sups gemietet werden, mit denen man herrliche Touren auf dem Wasser unternehmen kann. Mit etwas Ausdauer schafft man es sogar, die Hafenstadt Porto Pollo anzusteuern.


Cole de Bavella


Das Bavella Massiv ist eine Berggruppe in Korsika. Auf der Passhöhe des Gebirgspasses «Col de Bavella» befindet sich der Ausgangspunkt für zahlreiche kürzere oder längere Wanderungen. Wir haben uns für einen Rundweg zum Trou de la Bombe, einem kreisrunden Felsloch, entschieden. Die Route ist nicht sehr anspruchsvoll und dauert insgesamt ca. zwei Stunden.

In Zonza kurz vor der Passhöhe lohnt sich ein kurzer Stopp: Im L'ETERNISULA Caffé & Spuntinu werden korsische Spezialitäten serviert.

Auf der anderen Seite des Passes, immer noch umgeben vom Bavella Massiv, befindet sich bei der Brücke «U Ponte Grossu» ein schöner Campingplatz direkt an der Solenzara. Der Camping ist ein perfekter Ausgangsort für längere Wanderungen oder kürzere Touren entlang der Solenzara. Der Fluss hat wie die meisten Bergflüsse Korsika zahlreiche Gumpen, die sich perfekt zum Baden und Schwimmen eignen. Einige dieser Wasserbecken sind nur wenige Schritte vom Campingplatz entfernt. Wer lieber für sich alleine ist, kanneinfach solange den Fluss entlang gehen, bis er seinen eigenen, perfekten Badeplatz gefunden hat.


9. Solara


Die Ostküste von Korsika ist bekannt für ihre endlos langen Strände. Die meisten Campingplätze an der Ostküste befinden sich direkt am Strand. Wir haben unsere letzten beiden Ferientage auf dem Campingplatz Eucalyptus am Strand von Solaro verbracht. Der Standort ist ideal für einen entspannten Abschluss der Ferien mit Baden, Relaxen und Spazieren. Nur wenige Gehminuten vom Campingplatz entfernt befindet sich die Strandbar Palauma, in der man ganz hervorragend zu Abend essen kann: Für den «Dernier Soir» auf Korsika also genau das Richtige.


Ich hoffe, dir haben unsere Reisetipps gefallen. Hier noch weitere Eindrücke von unserer Korsika-Reise:


Bilder: 1.Tollare | 2. Albo | 3. St.Florent | 4. am Golf von Porto | 5. Gorges de Spelunca | 6.&7. Evisa | 8.Trou de la Bombe | 9. Solara




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